Linsenimplantate

Sehkraft auch ohne Brille bei hoher Fehl- und Alterssichtigkeit

Eine Laserbehandlung eignet sich nicht für alle Augen. Speziell bei sehr hohen Fehlsichtigkeiten, einer für die Laserbehandlung zu dünnen Hornhaut, oder zu starken Hornhautverkrümmung, oder anderen medizinischen Gründen, kann dies der Fall sein. Auch der Wunsch nach zusätzlicher Brillenfreiheit im Nahbereich ist nur durch eine Linsenoperation mit Implatation einer Multifokallinse zu ermöglichen. Die Korrektur der Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) ist nicht durch eine Laseroperation korrigierbar. Mit der Linsenoperation erreichen Patienten, die für die Laseroperation nicht geeignet sind ebenfalls ihr Ziel eines brillenfreien Lebens.

Im Rahmen der Behandlung des Grauen Stars ist der Einsatz von Kunstlinsen bereits jahrzehntelang bewährt. Mithilfe moderner Linsentechnologie finden Kunstlinsen heutzutage genauso zur Korrektur von Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung und Alterssichtigkeit Verwendung.

Alternativ können zwei Behandlungsmethoden gewählt werden:

Der Einsatz einer künstlichen Linse, der phaken intraokularen Linse, zusätzlich zur körpereigenen Linse (Refraktive Linsenimplantation, RLI). Bei dieser Operation wird die Intraokularlinse vor die körpereigene Linse gesetzt.

Beim Refraktiven Linsentausch (RLA) wird eine Kunstlinse anstelle der eigenen Linse implantiert.

Verfahren Kurzsichtigkeit Weitsichtigkeit Hornhautverkrümmung
Refraktive Linsenimplantation ab -3 dpt bis -21 dpt ab +3 dpt bis +6 dpt bis 7,5 dpt
Refraktiver Linsenaustausch bei jeder Stärke, auch in Verbindung mit Alterssichtigkeit